Fusarium Trockenfäule - was ist das?

 

Fusarium Trockenfäule wird durch Fusarium Pilze ausgelöst, die in allen Böden zu finden sind, auf denen Kartoffeln angebaut werden. Durch anhaftende Erde und kleinste Beschädigungen nach der Ernte gelangen sie bei der anschließenden Lagerung in die Knolle. 'Blaue Schweden' haben leider eine kleine Schwäche und sind anfällig für die Trockenfäule. Die Krankheit ist zudem bei blauschaligen Sorten schwer mit dem Auge zu erkennen. Fusarium belastete Knollen können gepflanzt werden, bereits faulende Knollen sollten jedoch nicht mehr gepflanzt werden. Die Pflanzen wachsen aus den gesunden Augen, sind aber durch die Fäulnis geschwächt.

Fusarium Trockenfäule - Schnee von gestern?

Mit dem Siegeszug von Sammelrodern bei der Kartoffelernte vor etwa 50 Jahren kam es auch zu einem Anstieg von Fusarium Trockenfäule in den Lagerhäusern. Der Grund dafür war, dass die Kartoffeln durch die mechanische Ernte leichte Beschädigungen erleiden, die als Eintrittspforte für den Fusarium Pilz dienten. Intensive Forschungsarbeit machte die Zusammenhänge deutlich und eine bessere Ernte- und Lagertechnik ließen die Krankheit beherrschbarer werden. Aktuell ist aber wieder ein vermehrtes Auftreten in den Lagerhäusern zu beobachten.

Pilz als Ursache

Die Trockenfäule wird durch Fusarium Pilze hervorgerufen, deren Sporen in jedem Boden, in dem Kartoffeln angebaut werden, zu finden sind. Die Infektion erfolgt daher hauptsächlich durch Pilzsporen, die sich mit der anhaftenden Erde an der Knollenoberfläche befinden. Dabei reichen bereits geringe Sporendichten für eine erfolgreiche Infektion aus.

Der Erreger selbst kann die intakte Knollenschale nicht aktiv durchdringen, sondern ist auf Zugänge über mechanische oder tierische Knollenbeschädigungen, Losschaligkeit oder abgebrochene Keime angewiesen. Bei ausreichender Feuchtigkeit keimen die Sporen aus und dringen in das Knollengewebe ein.

Das Temperaturoptimum ...

... für die Infektionsrate der Knollen mit Fusarium ist umso höher, je geringer die Temperatur ist. Dies ist vor allem auf die dann deutlich langsamere Wundheilung zurückzuführen, die es dem Pilz ermöglicht in das Gewebe einzuwachsen, bevor die Knolle sich selbst ausreichend schützen kann. Die Ausbreitung des Pilzes innerhalb der Knolle wird jedoch durch niedrige Lagertemperaturen deutlich verlangsamt, so dass sichtbare Befallssymptome erst nach merhmonatiger Lagerung auftreten können.