Salate

Unsere Salatmischung: 'Forellenschluß', 'Red Salad Bowl' und 'Venezianer' 

Der Garten-Salat ist eines der beliebtesten, heute ganzjährig verfügbaren Blatt-Gemüse. Die einjährigen bis einjährig überwinternden krautigen Pflanzen aus der Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae) haben rosettenartig angeordnete grüne oder rötliche Grundblätter. Sie bilden unverzweigte, selten auch mehrteilige Schöpfe oder haben einen mehr oder weniger fest schließenden Kopf. Ursprüngliche Sorten haben recht derbe bis harte Blätter, die hauptsächlich gegart gegessen werden. Die Blätter der höher domestizierten Typen hingegen sind größer und weicher und können daher auch roh verzehrt werden.

Im Sommer schossen die Salate und bringen dann stark verästelte Blütenstände mit vielen kleinen, hellgelben Blüten hervor. Nach der Fruchtreife sterben die Pflanzen ab. Die wissenschaftliche Gattungsbezeichnung Lactuca und der Volksname Lattich leiten sich von dem weißen, bitter schmeckenden Milchsaft (Lactucarium) her, den die Wildarten und ursprüngliche Sorten in höherer Konzentration enthalten als die modernen. In der deutschen Bezeichnung „Salat“ steckt wie in der italienischen „insalata“ das lateinische Wort salare für (ein)salzen. 

Wir haben in diesem Jahr eine Salatmischung zusammengestellt, die aus drei sehr unterschiedlichen Sorten besteht. Da das Saatgut reichlich bemessen ist, kann nach dem viel zu dichten Aufgang jede*r für sich entscheiden, welche der drei Sorten in welchem Stadium geerntet werden soll – als „Baby leaf“, als „unfertige“ oder als „nutzungsreife“ Pflanze. Wer mag und über ausreichend Platz verfügt, kann all die kleinen Pflänzchen auch in separate Töpfe pikieren oder in den Garten umpflanzen, wo sie sich dann sicher prächtig entwickeln werden.

'Forellenschluß'

Die unteren und äußeren Blätter dieses Romana- oder Römer-Salates (var. longifolia Lam.) dienen als Kochgemüse. Die inneren sind außerordentlich zart, eher gelb mit roten Flecken, schmecken sehr süß und haben eine knackige Mittelrippe. Sie bilden einen losen Kopf und können wie andere Salatherzen roh verzehrt werden. Charakteristisch für die Sorte sind die grünen, rotbraun getupften Blätter – ein Merkmal, das schon an den Jungpflanzen gut zu erkennen ist.

'Red Salad Bowl'

Dieser eher moderne, rote Eichblattsalat bildet zur Nutzungsreife stark gefüllte Büsche. Indem man immer nur die äußeren Blätter erntet, wird er als Pflücksalat (var. crispa L.) verwendet. Die dichte Rosette kann auch als Schnittsalat im Ganzen geerntet werden und ist in dieser Form eine gängige Marktfrucht. Die Rotfärbung der Sorte ist bereits an den Jungpflanzen gut zu erkennen.

'Venezianer'

Hierbei handelt es sich um eine raschwüchsige Sorte, die über einen langen Zeitraum geerntet werden kann. Der 'Venezianer' ist also ein weiterer attraktiver Pflück- oder Schnittsalat. Er hat jedoch hellgrüne, längliche, knackige und dabei zarte Blätter. Ebenso wie 'Red Salad Bowl' ist die ganze, Pflanze auch in der Nutzungsreife zum Rohverzehr geeignet. Man erkennt die Reife daran, dass die inneren Blätter sich zusammenneigen, ohne einen echten Kopf zu bilden. Wird der richtige Erntezeitpunkt verpasst, streckt sich der Spross, und der Salat beginnt zu schossen (nicht zu schießen!).

Alles auf einen Blick

Wissenschaftlicher Name

Lactuca sativa L.

Saat/Pflanzung/Ernte

Saat: Ab März bis Mai und von August bis Oktober
Pflanzmonate: März bis Mai und August bis Oktober
Erntesaison: Ende März bis Juli und Ende August bis Dezember

Saat-/Pflanzhinweise

•  Reihenabstand: 20 cm  
•  Pflanzenabstand: 30 cm
•  Saattiefe: 0,5 cm

Salat ist ein Kältekeimer.

Beim Pikieren und Umpflanzen bleiben die Keimblätter der Jungpflanzen über dem Boden. Eine Direktsaat ist möglich. Dazu werden die Samen mit handfeuchter Erde vermischt sehr dünn ausgebracht und mit dem Rücken eines Rechens nicht zu fest angedrückt.

Pflege

•  hacken
•  jäten
•  gelbe und welke Blätter entfernen 
•  kranke Pflanzen und Frühschosser ggf. entfernen
•  keinesfalls anhäufeln
•  nicht mulchen

Unter absterbenden Pflanzen können Schädlinge (Engerlinge, Drahtwürmer) sitzen, die zur nächsten Pflanze übergehen, wenn sie nicht entfernt werden.

Falscher Mehltau, bei zu feuchtem Stand auch Wurzelfäule, Blattläuse, Nacktschnecken, Drahtwürmer und Engerlinge sind die häufigsten Gründe für Ertragseinbußen. Beim Anbau nur einer Sorte treten mehr Krankheiten und Schädlinge auf als in der Mischkultur.