Basilikum

Das Basilikum ‘Italica‘

Basilienkraut oder Basilikum gehört wie „Shiso“ zu den fernöstlichen, einjährigen Würzkräutern aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Beheimatet ist es nicht – wie man gern meinen möchte – in Bella Italia, sondern im tropischen und subtropischen Asien, wo findige Gärtner und Köche innerhalb dieser Art eine unglaubliche Vielfalt an Aromen entdeckt und weiterentwickelt haben.

Neben dem intensiven Duft sind Größe, Form und Farbe der Blätter, aber auch die Höhe und der Wuchstyp der Pflanzen sowie ihre Ansprüche an die Kultur sehr unterschiedlich. Ganz anders als „Shiso“ ist das Basilikum in der europäischen und auch in der deutschen Küche seit langem fest etabliert. Dennoch sind es bisher nur wenige allgemein bekannte und beliebte Sorten, die regelmäßig nachgefragt werden, allen voran 'Genovese'.

'Italica' ist vom Typ recht ähnlich, hat aber kleinere, weniger hoch aufgewölbte grüne Blätter und duftet dennoch sehr intensiv. Wegen der kleineren Blattoberfläche ist der Wasserbedarf etwas geringer, der Anbau im Freiland sollte sich deshalb einfacher gestalten.

Die frischen Blätter und Triebspitzen besitzen an vollsonnigen Standorten die größte Würzkraft. Beim Trocknen oder gar Einfrieren leidet die Qualität. Am ehesten lässt sich das Aroma in Frischzubereitungen wie Pesto konservieren. Inzwischen wird auch bei uns Basilikum besonders gern zusammen mit Mozzarella und Tomaten gereicht.

 

Alles auf einen Blick

Wissenschaftlicher Name

Ocimum basilicum L.

Saat/Pflanzung/Ernte

Saat: Ab Ende Mai bis Juni
Pflanzmonate: Von Juni bis Anfang Juli können Jungpflanzen pikiert und umgepflanzt werden
Erntesaison: Mitte Juni bis Ende Oktober

Saat-/Pflanzhinweise

Die Pflanzen werden dicht gesät und später pikiert oder auf bis zu 30 x 10 cm vereinzelt. Die Samen nur dünn mit Erde bedecken und etwas andrücken.

Der Boden sollte gut durchlüftet, durchlässig, humos, nährstoffreich und immer etwas feucht sein.

Pflege

•  Staunässe vermeiden

Für einen buschigen Wuchs zunächst die oberen Triebspitzen entnehmen, später auch die großen Blätter ernten. Darauf achten, dass die Pflanzen nicht von anderen im Beet beschattet oder bedrängt werden.

Basilikum ist wenig anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Blühende Pflanzen werden gern von Bienen besucht und setzen dann Saatgut an, das bei trocken-warmer Witterung meist auch gut ausreift.