Kartoffeln

Unsere Kartoffelsorten: 'Asparges', 'Red Duke of York', 'Eigenheimer' und 'Salad Blue'

Kartoffeln

Der „Alte Fritz“, König Friedrich II., führte den Kartoffelanbau mit Hilfe ganz unterschiedlicher Maßnahmen in den preußischen Provinzen ein. Am bekanntesten sind seine 15 ab 1746 ergangenen „Kartoffelbefehle“. Da die Menschen skeptisch blieben, ließ er Kartoffeln auslegen und die Felder bewachen. Diebstahl wurde allerdings nicht geahndet. Sein Vorgehen war erfolgreich, Hungersnöte wurden seltener, und er konnte seine Soldaten billiger als mit Getreide verpflegen. Heute sind Kartoffeln ein unverzichtbares Grundnahrungsmittel. 

Die frostempfindlichen Pflanzen gehören zu den Nachtschattengewächsen (Familie Solanaceae). An unterirdischen Ausläufern bilden sich verschieden geformte, mitunter auch mehrfarbige Sprossknollen als Überdauerungs- und Speicherorgane. Bekommen sie Licht, vergrünen sie und werden ungenießbar, ja sogar giftig. Farbige Sorten schmecken dann wegen ihres Solanin-Gehaltes kratzig. 

Wir haben in diesem Jahr diese vier Sorten für euch ausgegraben:

'Asparges'

Kartoffel oder Spargel? Die Dänische Spargelkartoffel 'Asparges' ist die älteste unserer diesjährigen Kartoffelsorten: Die Zulassung erhielt sie im Jahre 1872, den Namen aufgrund ihres charakteristischen, langovalen Aussehens – und nicht etwa wegen ihres Geschmacks. Prächtige Exemplare erreichen sogar Gurken-Dimensionen!

Die ertragreiche, mittelfrüh reifende Pflanze versorgt dich mit gelbschaligen und festkochenden Knollen. Von der Pellkartoffel bis zum Kartoffelsalat lässt sich 'Asparges' auf vielfältige Weise genießen und ist in ihrer dänischen Heimat längst zur Feinschmeckerkartoffel avanciert.

'Eigenheimer'

Seit 1893 in den Niederlanden zugelassen, ist diese frühe bis mittelfrühe Sorte besonders gut für den Frischverzehr geeignet und lässt sich auch als Frühkartoffel ernten. Schöner Bonus: Diese Sorte hat sich als besonders resistent gegen Trockenheit erwiesen.

'Eigenheimer'-Knollen sind oval mit glatten, ocker-gelben Schalen und kochen mehlig. Perfekt für Gerichte mit Saucen, die von diesen Kartoffeln besonders gut aufgenommen werden!

'Red Duke of York'

Adel verpflichtet! Im Ursprungsland England 'Red Duke of York' („Roter Graf von York“) genannt, ist diese sehr früh reifende Sorte hierzulande auch als 'Roter Erstling' bekannt. Ihre stark rot leuchtenden Knollen machen die Ernte zum Farbspektakel und belohnen bei früher Ernte mit einem fürstlichen Geschmack. Regelmäßiges Wässern steigert den Ertrag und wirkt auch Schorf entgegen. Vorwiegend festkochend, bringen die roten Knollen in vielfältiger Form Farbe auf den Teller – von der Bratkartoffel bis zu Gnocchi. 

'Salad Blue'

Wie ihre rote Nachbarin aus England begeistert auch die schottische Sorte 'Salad Blue' mit farbenfrohen Knollen. Unter der dunkelblauen Schale versteckt sich ein faszinierend blau marmoriertes Fleisch mit einem charakteristischen hellen Ring. Die rundovalen Knollen sind festkochend und machen Kochen zum Fest: Als namensgebende Salat-, Salz-, Pell- oder Gratinkartoffel kommt ihr wohlschmeckendes Fleisch voll zur Geltung! 

Übrigens: Kartoffeln mit farbigem Fleisch sind besonders gesund! Die rote und blaue Färbung stammt von Anthocyanen. Diese natürlichen Farbpigmente schützen nicht nur die Pflanzen vor gefährlichen Stoffen (z.B. freien Radikalen), sondern haben beim Verzehr auch eine positive Wirkung auf die Gesundheit 

Alles auf einen Blick

Wissenschaftlicher Name

Solanum tuberosum L.

Saat/Pflanzung/Ernte

Aussaat: ab April (die Anzucht aus Samen wird selten praktiziert, eigentlich nur in der Kartoffel-Züchtung).
Pflanzmonate: April bis Mai
Erntesaison: Juli bis Oktober

Mit der Ernte frühestens während der Blüte beginnen; besser erst, wenn das Kraut abzusterben beginnt. Eine Ausnahme ist die Ernte als Frühkartoffel.