Radieschen

Unsere Radieschen-Mischung: 'Cherry Belle' und 'Eiszapfen' 

Radischen

Rettiche gehören zur Pflanzenfamilie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Sie werden seit dem Altertum zur Blatt-, Knollen-, Wurzel-, Frucht- (Rattenschwanz-Rettich oder Mougri) und Samennutzung (Ölrettiche) kultiviert. Die Verwendung der hell und feucht angezogenen Sämlinge als „Keimsprossen“ kommt gerade wieder in Mode. 

Als Radieschen (auch: Radies, Radieserl) oder Monatsrettiche wird eine Sortengruppe mit nur wenigen Zentimeter dicken, mehr oder weniger runden Speicher-Knollen oder fleischig verdickten Speicherwurzeln bezeichnet. In Europa kennt man sie erst seit dem 16. Jh. aus Frankreich. Radieschen haben von allen Rettichen die kürzeste Vegetationszeit: Sie blühen und fruchten bei Frühjahrsaussaat bereits im ersten Jahr. Leider sind einige Typen gänzlich vom Markt verschwunden, ja sogar in Sammlungen verloren gegangen und ausgestorben, wie zum Beispiel die hübsch gefleckten „Forellenradieschen“. Dafür drängen neue, auffällig und prächtig gefärbte Sorten auf den Markt.    

Radieschen-Knollen werden bei uns ausschließlich roh verzehrt, eingesalzen und als Salat zubereitet. Gern wird daraus auch farbenfrohe Tischdekoration geschnitzt. Die Kultur gestaltet sich einfach und bedarf nur wenig Geduld. 

Das Saatgut haben wir im vergangenen Jahr in Potsdam selbst gewonnen, deswegen haben wir auch einen besonderen Bezug zu dieser Sorte.

Wir haben dieses Jahr zwei besondere Sorten für dich ausgegraben: 

'Cherry Belle' 

Eine kirschrote Schönheit – wie der Name schon verrät – kommt mit dieser Sorte ins Beet. Dieses runde bis leicht hochrunde Radieschen mit stabilem Laubansatz legt sich beim Wachsen richtig ins Zeug, so dass du schon bald nach der Aussaat die milden, aromatischen Knollen genießen kannst. Zudem ist sie sehr widerstandsfähig gegen Pelzigkeit. Kein Wunder, dass Hausgärtner*innen seit langem auf 'Cherry Belle' schwören! 

'Eiszapfen' 

Diese letzte im Handel anzutreffende, ursprüngliche Radieschensorte ist richtig alt. Sie sieht aus wie der namensgebende 'Eiszapfen', ist aber im Gegensatz dazu sehr robust und überrascht mit 10-12 cm langen, spitz zulaufenden Rüben und kurzem Laub. Die Sorte verspricht einen knackigen, würzigen Genuss mit angenehm milder Schärfe im Geschmack. Ebenso wie 'Cherry Belle' ist auch 'Eiszapfen' raschwüchsig und unkompliziert im Anbau. 

Alles auf einen Blick

Wissenschaftlicher Name

Raphanus sativus L.

Saat/Pflanzung/Ernte

•  Saat: von März bis September 
•  Pflanzmonate: ein Verpflanzen vertragen Radieschen und Rettiche schlecht
•  Erntesaison: Von Ende März bis Ende November