Basilikum - ein königliches Kraut

Am Anfang nur wenige Millimeter groß, wachsen die schwarzen, ovalen Basilikumsamen dank deiner umsichtigen Pflege in wenigen Wochen zu kleinen Pflanzen heran, die regelmäßig beerntet werden können. Die ausgewachsene, würzig duftende Pflanze wird etwa kniehoch und versorgt dich regelmäßig mit schmackhaften Blättern, die du bestimmt aus der mediterranen Küche kennst.
Basilikum kannst du im jungen Wachstumsstadium gut pikieren und vereinzeln. Damit die Pflanze ihrer Verwendung als Würzkraut gerecht wird, wähle einen Standort mit viel Sonnenlicht, denn Schatten beeinträchtigt das Aroma.

Basilikum Saatgut
Keimling
junge Pflanze
ausgewachsenes, buschiges Basilikum
Basilikum mit Blüte

Pflanzen

Basilikum säst du am besten zwischen Ende Mai und Mitte Juni. Ideale Voraussetzungen bietet ein Standort mit viel Sonnenlicht und nährstoffreicher, lockerer Erde. Ziehe zuerst mit einer Gartenschaufel eine Reihe in deinem Beet, Hochbeet oder deinem Pflanzkasten. Verteile dann die Samenkörner gleichmäßig in der Reihe. Dann bedeckst du die Samen ganz dünn mit Erde oder drückst sie nur etwas an, so dass sie nicht tiefer als wenige Millimeter tief im Boden liegen. Hast du Samen zu dicht gesät, kannst du die Pflanzen nach dem Aufgang pikieren. 

Pflege

Basilikumpflanzen mögen einen gut durchlüfteten, durchlässigen Boden, der niemals austrocknen darf. Regelmäßiges Hacken gehört daher zum Pflichtprogramm bei der Basilikumpflege.

Sollten sich die aufgehenden Jungpflanzen gegenseitig bedrängen, kannst du sie von Juni bis Anfang Juli pikieren, auf bis zu 30 x 10 cm vereinzeln oder umpflanzen. Achte darauf, dass auch andere Pflanzen dein Basilikum nicht bedrängen, denn Basilikum ist konkurrenzschwach – das heißt: Konkurriert es mit anderen Pflanzen um Raum oder Licht, zieht das Basilikum meist den Kürzeren.
Für eine ergiebige Ernte streben wir zudem einen buschigen Wuchs an. Dazu entnimmst du zunächst die oberen Triebspitzen. Dadurch verzweigt sich die Pflanze stärker. Wachsen später wieder größere Blätter, ernte nur diese.
Sind Pflege, Boden- und Witterungsbedingungen optimal, kann die Pflanze bis zu 50 cm hoch werden.

Blühende Pflanzen werden gern von Bienen besucht und setzen dann Saatgut an, das bei trocken-warmer Witterung meist gut ausreift. Wenn du also dein Basilikum vermehren möchtest, ist das Summen rund ums Beet Musik in deinen Ohren! 

Wie wässern?

Der Boden sollte immer etwas feucht sein. Gieße dein Basilikum daher regelmäßig, sobald die Pflanzen aufgehen. Sei mit der Wassermenge bitte vorsichtig, denn zu viel Wasser führt zu Staunässe und sollte vermieden werden.



Ernte

Wann ernten?

Ernten kannst du, sobald die Pflanze Blätter in ausreichender Größe entwickelt. In der Regel ist das von Mitte Juli bis Ende Oktober möglich. Knipse Seitentriebe und junge Blütenstände aus, um regelmäßige Ernte und buschigen Wuchs zu begünstigen. Möchtest du Saatgut gewinnen, lasse mindestens 2-3 Pflanzen stehen, von denen du höchstens die großen Blätter nimmst. 

Wie ernten?

Knipse die Blätter am besten einzeln samt dem Stiel ab, knapp oberhalb des darunterliegenden Blattpaars. Ernte eine Pflanze nicht auf einmal ab, da sie sonst zu sehr geschwächt wird. Berühre die Blätter möglichst wenig und verzichte möglichst auf das Waschen, denn das alles geht auf Kosten der Intensität des wunderbaren Aromas.

Schädlinge

Welche Schädlinge kann ich beobachten?

Basilikum ist zwar wenig anfällig für Krankheiten, steht aber bei einigen Schädlingen wie Schnecken, Blattläusen und Raupen auf dem Speiseplan.

(Nackt-)Schnecke
Raupe der Ampfereule
© Olaf Leillinger, Acronicta.rumicis.7339, CC BY-SA 2.5/Wikimedia Commons
Blattläuse
Was kann ich gegen Schädlinge machen?

Nützlinge

Welche Nützlinge kann ich beobachten?

Du kannst natürlich nicht nur “Schädlinge”, sondern auch Nützlinge an deinen Basilikumpflanzen beobachten: Zum Beispiel Marienkäfer, Flor- und Schwebfliegenlarven, die ihrerseits wieder die “Schädlinge” zum Fressen gern haben. 

Marienkäfer
Chrysopidae indet. (Chrysopidae) - (larva), Arnhem - Schuytgraaf, the Netherlands
Florfliegenlarve
© B. Schoenmakers/CC BY 3.0/Wikimedia Commons
Larve de Syrphe (Syrphus sp.) en train de manger un puceron (Pennsylvanie, USA)
Schwebfliegenlarve
© Beatriz Moisset/CC BY 3.0/Wikimedia Commons

Wusstest du ...

  • … dass Basilikum nicht aus Bella Italia stammt, sondern seinen Ursprung im tropischen und subtropischen Asien hat? 
  • … dass bereits die alten Ägypter Basilikum angebaut haben? Darauf lassen Funde in Pyramiden schließen. 
  • … dass Basilikum ein “königliches” Kraut ist? Es stammt vom altgriechischen Βασιλεύς (Basileús), was “König” oder “Großkönig” bedeutet. 
  • … dass Basilikum (grün) in Italien gerne mit etwas Olivenöl, Mozzarella (weiß) und Tomaten (rot) als Caprese gegessen wird? Zusammen ergeben sich so die Farben der italienischen Trikolore! 

Hier kannst du noch mehr über Basilikum erfahren und entdecken

Schau doch auch auf unsere Rezeptseite vorbei, erfahre mehr über unsere Basilikumsorte und informiere dich über das Thema Saatgutvermehrung.

Black Turtle – Alte Sorten für junges Gemüse – ist ein Projekt von Ackerdemia e. V., gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) im Rahmen des Verbundvorhabens “Alte Sorten für junges Gemüse“ zusammen mit dem BUND Brandenburg.