Bete - die farbenfrohe Rübe  

Rote Bete sät man in der Regel als Fruchtknäuel, denn einzelne Samen gibt es nicht zu kaufen. Daher ist das Saatgut verhältnismäßig groß und hat eine auffällige Form. Ab Mai in ca. 2-3 cm Tiefe gesät, können dichtstehende Pflanzen nach dem Aufgehen vereinzelt werden, damit sie schnell schön groß werden. Oder du erntest einige kleine Rüben nach und nach und lässt andere zum munteren Weiterwachsen stehen.
Die Blätter der Bete kannst du ab dem Jungpflanzen-Stadium regelmäßig ernten und etwa roh im Salat oder blanchiert genießen. Aber nimm den Pflanzen nicht zu viele Blätter, sonst haben sie nicht genug Kraft, Rüben zu bilden.
Die Ernte der Rüben ist ab Ende August möglich. Ältere, ausgewachsene Exemplare beider Sorten eignen sich gut zur Einlagerung.

Bete Saatgut
Bete Sämling
Bete, ein paar Wochen alt
Bete, 7 Wochen alt
Rote Bete, 8 Wochen alt
Rote Bete, 11 Wochen alt
geerntete Bete

Aussaat

Ab Mai kannst du deine Bete in die Beete bringen, jedoch spätestens bis Juli.
Der Boden braucht nur wenig Vorbereitung für die Aussaat: So musst du zwar keine Rille ziehen, solltest aber trockene, harte Erde etwas auflockern. Lege jeweils ein Körnchen im Abstand von 5-10 cm in den Boden und drücke es dabei ca. 2-3 cm tief hinein.
Wenn du mehrere Reihen säst, halte dabei einen Reihenabstand von 30 cm ein. Aus jedem Körnchen keimen übrigens 2-4 Pflanzen!

Keine Sorge bei zu dichter Aussaat: Die jungen Betepflanzen kannst du später noch vereinzeln 

Aussaat der Bete

Pflege

Deine Rüben gehen ungefähr zwei bis vier Wochen nach Aussaat auf. Bei einer Aussaat im Mai kannst du also schon ab Juni die grünen Blätter mit roten Stielen und Rippen in deinem Beet entdecken. Sobald die Blätter wachsen, kannst du sie bereits als Baby Leaf (teil-)ernten. Die Blätter der Bete sehen dem nahe verwandten Mangold nicht nur ähnlich, sondern lassen sich ebenfalls roh verzehren oder blanchieren.

Wenn sich die Pflanzen zu sehr bedrängen, kannst du sie vereinzeln oder Teilernten vornehmen. Achte dabei auf einen Abstand von mindestens 15 cm, sonst bleiben die Rüben zu klein.

Wichtig ist regelmäßiges Hacken, denn ein aufgelockerter Boden führt den Beten Luft zu und sorgt für eine bessere Wasseraufnahme. Putze deine Rüben regelmäßig, d. h. entferne ältere, welke Blätter. Habe beim regelmäßigen Beete-Check die Bete-Blätter stets im Auge, um Blattlausbefall frühzeitig zu erkennen. Ab Herbst kann zudem Mehltau auftreten, besonders bei zu dichtem Stand der Pflanzen. Achte dabei auf eine mosaikartige Verfärbung der Blätter und einen gräulich-bläulichen Pilzrasen auf der Blattober- oder -unterseite.

Wie wässern?

Damit die Rüben zart und saftig werden, solltest du sie regelmäßig gießen. Akuten Wassermangel erkennst du, wenn die Pflanzen in den Morgenstunden schlapp aussehen und die Blätter leicht hängen lassen. Doch geh beim Wässern mit Bedacht vor, um Staunässe zu vermeiden. Auch hier gilt: Lieber regelmäßig etwas Wasser als selten viel. 

Ernte

Wann ernten?

Die Blätter kannst du bereits bei den Jungpflanzen als Baby Leaf (teil-)ernten, anschließend regelmäßig über die gesamte Wachstumsphase hinweg. Die Rübe, die wir umgangssprachlich und im Handel als “Rote Bete” kennen, ist ab Tischtennis- oder Golfballgröße erntereif, sie kann aber deutlich größer werden und dabei zart bleiben.  

Wie ernten?

Blätter: Ernte die Blätter wie Salat oder Mangold. Ältere, welke Blätter solltest du nicht verzehren, sondern z. B. zum Mulchen nehmen.

Rübe: Die Rüben sind erntereif, sobald sie die Größe eines Golfballes erreicht haben. Kleinere Rüben sind zarter und milder und müssen nicht geschält werden. Größere Exemplare schmecken intensiver. Ziehe die Rübe mit dem Laub aus der Erde. Drehe dann die Blätter ab, ohne das Herz zu verletzen. Andernfalls vertrocknen die Rüben.

Möchtest du Saatgut von deinen Rüben gewinnen, überlege dir vorab, ob du eine Sorte erhalten oder eine bunte Mischung produzieren möchtest. Lass dementsprechend mindestens zwei Exemplare verschiedener oder derselben Sorte stehen und abblühen, da Bete Fremdbefruchter sind und vom Wind bestäubt werden. Die schönsten Rüben kellerst du ein, indem du das Laub abdrehst und sie mit Wurzel in handfeuchten Sand einschlägst. Ab April / Mai kannst du sie dann wieder auspflanzen 

Schädlinge

Welche Schädlinge kann ich beobachten?

Neben tierischen Schädlingen wie Blattläusen sind Betepflanzen auch für einige Krankheiten anfällig, besonders den Falschen Mehltau, der die Blattunterseiten befällt

Blattläuse
Falscher Mehltau 
© Forest & Kim Starr,  CC BY 3.0 US / Wikimedia Commons
Fraßstellen
Was kann ich gegen Schädlinge machen?

Wusstest du ...

  • … dass Beta-Rüben wahre Gesundheitspakete sind und dich mit Vitamin B, Kalium, Eisen und Folsäure versorgen? So senken sie den Blutdruck, schützen Körperzellen und wirken darüber hinaus noch entzündungshemmend. 
  • … dass die Bete zu den “Mittelzehrern” zählen? Ihre Nährstoffbedürfnisse liegen damit zwischen denen von Schwach- und Starkzehrern. 
  • … dass der Name der Bete ihre Artzugehörigkeit verrät? Der kommt nämlich vom lateinischen beta und bedeutet schlicht “Rübe”. Im englischen ist “beet” übrigens der Trivialname für eine Vielzahl von Rübensorten. 
  • … dass die optische Ähnlichkeit der grün-roten Bete- und Mangoldblätter kein Zufall ist? Beide gehören nämlich ein- und derselben Art (Rüben oder Beta) an und unterscheiden sich nur in ihrer Nutzungsgruppe. 
  • … dass die Rüben der Bete nicht nur rot, sondern richtig farbenfroh werden können? Die Vielfalt reicht von dunkelrot und rot-weiß geringelt über orange und gelb bis weiß. 

Hier kannst du noch mehr über Bete erfahren und entdecken

Schau doch auch auf unsere Rezeptseite vorbei, erfahre mehr über unsere Betesorten und informiere dich über das Thema Saatgutvermehrung.

Black Turtle – Alte Sorten für junges Gemüse – ist ein Projekt von Ackerdemia e. V., gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) im Rahmen des Verbundvorhabens “Alte Sorten für junges Gemüse“ zusammen mit dem BUND Brandenburg.