Aus eins mach viele: Saatgut vom Salat

Möchtest du Saatgut von Salat gewinnen? Das geht bei samenfesten Sorten ziemlich einfach: Geerntet wird hier der Haupttrieb mit Blättern. Nebentriebe kosten Kraft und mindern den Ertrag. Da Salate Selbstbefruchter sind, reicht eine einzelne Pflanze zur Vermehrung.

Pflanzen vererben - so wie wir - ihre Merkmale weiter. Daher wählst du am besten ein besonders schönes Exemplar aus, das du zur Vermehrung stehen lässt. Bei Romana-Salaten solltest du darauf achten, dass sie unverzweigt sind, d. h. unten an der Basis des lockeren Kopfes möglichst keine Seitentriebe haben. Andernfalls lässt du sie dir besser schmecken, denn zur Saatgutvermehrung taugen sie nicht. Bei Schnitt- und Pflücksalaten, die ja eher lockere Blattrosetten bilden, dürfen, ja sollen mitunter zahlreiche Seitentriebe für einen dichteren, kompakteren Wuchs sorgen. 
 
Wird der Salat nicht geerntet, fängt die Pflanze an, in die Höhe zu wachsen, indem sich die Sprossachse streckt. Das heißt, sie beginnt zu schossen (nicht zu schießen!). Bereits von Beginn an sollte der Salat regelmäßig geputzt werden. Dazu werden die unteren Blätter möglichst dicht am Strunk entfernt, damit die Sprossachse trocken bleibt. So beugst du Fäulnis und Schädlingen wie zum Beispiel Schnecken vor. Wie man das genau macht, zeigt dir Thomas in unserem Video:

Schön bei der Stange halten!

Wenn die Salatpflanze größer wird, solltest du sie anstäben, um die Sprossachse zu stabilisieren. Dazu steckst Du einen Stab neben der Pflanze in die Erde und bindest sie mit einer locker gebundenen Schnur an , damit sie nicht umfällt oder zusammenbricht.

Black Turtle – Alte Sorten für junges Gemüse – ist ein Projekt von Ackerdemia e. V., gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) im Rahmen des Verbundvorhabens “Alte Sorten für junges Gemüse“ zusammen mit dem BUND Brandenburg.